Was verrät ein kleines Zeichen über ein Silber-Schmuckstück?
Als ich als Goldschmiedeschülerin zum ersten Mal ein Schmuckstück aus Silber in der Hand hielt, wusste ich noch nicht, dass die kleinen Zahlen und Zeichen auf seiner Rückseite eine ganze Geschichte erzählen können.
Die meisten Menschen achten zuerst auf die Form, den Edelstein oder den Glanz eines Schmuckstücks. Dabei befindet sich einer der wichtigsten Hinweise oft an einer Stelle, die kaum sichtbar ist.
Ein kleines Zeichen.
Eine Zahl.
Ein eingestempeltes Monogramm.
Diese Markierungen helfen uns zu erkennen, ob ein Schmuckstück tatsächlich aus Edelmetall gefertigt wurde – und wer dafür die Verantwortung übernimmt.
Nicht nur das Design erzählt die Geschichte eines Schmuckstücks – manchmal beginnt sie mit einem winzigen Zeichen auf seiner Rückseite.
Worauf sollte man beim Kauf von Silberschmuck achten?
Das Erste, was sich lohnt genauer anzusehen, ist die Feingehaltsangabe.
Bei Silberschmuck findet man häufig folgende Stempel:
925 – Sterlingsilber
950 – Silberlegierung mit höherem Silberanteil
999 – nahezu reines Silber
Die Zahl gibt an, wie viele Tausendstel der Legierung aus reinem Silber bestehen.
Sterlingsilber enthält beispielsweise 925 Tausendstel Silber, also 92,5 % reines Silber. Daher stammt die bekannte Kennzeichnung „925“.
Was ist eine Verantwortlichkeitsmarke?
In der Schweiz trägt jedes Schmuckstück aus Edelmetall neben dem Feingehaltsstempel noch eine weitere wichtige Kennzeichnung:
die Verantwortlichkeitsmarke.
Sie funktioniert wie eine Unterschrift.
Mit ihr übernimmt die Herstellerin oder der Hersteller die Verantwortung dafür, dass das Schmuckstück tatsächlich den angegebenen Edelmetallgehalt besitzt.
Die Verantwortlichkeitsmarke muss beim Zentralamt für Edelmetallkontrolle registriert werden. Jede Marke ist einer bestimmten Person oder einem Unternehmen zugeordnet.
Warum ist das für Käuferinnen und Käufer wichtig?
Weil es Vertrauen schafft.
Die Verantwortlichkeitsmarke ist weit mehr als eine gesetzliche Vorschrift.
Sie zeigt, dass jemand mit seinem Namen für die Qualität und Echtheit eines Schmuckstücks einsteht.
Gerade bei handgefertigtem Schmuck hat das eine besondere Bedeutung.
Wenn eine Goldschmiedin ihre eigene Marke in ein Schmuckstück einschlägt, bestätigt sie damit nicht nur den Edelmetallgehalt. Sie verbindet damit auch ihre Arbeit, ihr Fachwissen und ihren persönlichen Ruf mit diesem einzelnen Stück.
Für mich war es ein besonderer Moment, als ich in der Schweiz meine eigene Verantwortlichkeitsmarke erhielt.
Die Marke DKA steht für meinen Namen:
dr. Andrea Kónya-Kiss.
Besonders gefreut hat mich, dass ich dieselbe Kennzeichnung weiterverwenden darf, die ich bereits seit 2020 in Ungarn verwendet habe.
Ein kleines Zeichen auf der Rückseite eines Schmuckstücks.
Und doch steckt darin vieles von meinem Weg: Jahre des Lernens. Des Entwerfens. Des Handwerks. Und des Neuanfangs.
Vielleicht liegt mir deshalb das Thema Erneuerung so am Herzen.
Manchmal sind die wichtigsten Dinge nicht die auffälligsten.
Ein kleiner Samen.
Ein Riss.
Ein Flügel.
Oder eine winzige Marke auf der Rückseite eines Silber-Schmuckstücks.
Manche Zeichen sind klein. Doch sie erzählen von Verantwortung, Herkunft und dem Weg, der hinter einem Schmuckstück liegt.
KONYSSA Schmuck
Die Schmuckstücke von KONYSSA werden aus Edelmetallen gefertigt und tragen die gesetzlich vorgeschriebene Feingehaltsangabe sowie die registrierte schweizerische Verantwortlichkeitsmarke DKA.
Jedes Stück entsteht in kleiner Serie und wird in meinem Schweizer Atelier von Hand gefertigt.